Backstage im Zirkus Charles Knie

Während seines Gastspieles in Oldenburg besuchte ich den Zirkus Charles Knie.

Was ich berichten kann, ist durchweg positiv und hat so gar nichts mit dem Bild des tierquälerischen Bildes zu tun, das uns Tierrechtler verschiedenster Organisationen vermitteln wollen.

 

Hier eine Beschreibung der Unterbringung einzelner Tierarten:

 

Pferde & Ponys:

Die Friesen- und Araberhengste sowie die Mini-Shettys sind alle in großen Boxen in einem Stallzelt untergebracht. Alle Boxen besitzen einen angrenzenden Paddock. Die Pferde haben alle Kontakt zum Boxennachbarn. Ihnen stehen rund um die Uhr frisches Wasser, sowie Heu zur Verfügung. Sie sind gepflegt, sauber und gut genährt. Keines von ihnen hat Narben oder Schrammen von angeblichen Misshandlungen. Sie sind zutraulich, neugierig und schauen gerne den vorbeikommenden Leuten zu, lassen sich streicheln. Kein Pferd ist kopfscheu oder ähnliches, auch „stereotype Verhaltensweisen“ wie Koppen oder Weben sind nicht vorhanden. Ich konnte beobachten, wie zwei Araber miteinander spielten – ein Zeichen, dass die Tiere sich wohlfühlen.

 

Rinder, Kamele, Lamas, Antilopen:

Die gemischte Exotengruppe aus verschiedenen Ländern hat ein großes Stallzelt, mit frischem Stroh als Liegeunterlage. Ihnen steht rund um die Uhr frisches Wasser und Heu zur Verfügung. Die Tiere machen einen zufriedenen, entspannten Eindruck, keine Anzeichen von Stress. Kaum schien die Sonne, kamen sie in das angeschlossene Freigehege. Weiterer Rückzugsort sind Transporter, die mit Stroh ausgelegt sind. So können die Tiere selbst entscheiden, wo sie sein möchten. Die Kamele sind neugierig und zutraulich, kommen immer wieder zu den Besuchern, lassen sich streicheln.

Keine Anzeichen von Misshandlungen.

 

Kängurus:

Die Kängurus haben sowohl einen eigenen großen Wagen, als auch ein daran angrenzendes Freigehege.

Sie macht ebenfalls einen zufriedenen, stressfreien Eindruck.

 

Zebras:

Die Zebras haben eigene großzügige Freigehege, als Rückzugsort haben sie mehrere Wagen, die dick mit Stroh ausgelegt sind. Dort steht ihnen auch Heu zur Verfügung.

Sie sind zutraulich und neugierig, kommen zu den Besuchern, lassen sich das Fell kraulen. Auch hier keine Anzeichen von Stress oder stereotypem Verhalten.

 

Löwen, Tiger und Liger:

Die gemischte Raubtiergruppe von Tom Dieck jr. Wird in mehreren großzügigen Wagen gehalten, mit Liegeflächen für die Raubkatzen. Daran angrenzend befinden sich Außengehege, mit Baumstämmen und Ästen zum Krallen wetzen und spielen. Die beiden Löwenmännchen dösten in ihrem Wagen, einer der Tiger lag in seinem Außengehege und putzte sich entspannt. Auch der Liger (eine Kreuzung aus Löwe und Tiger) lag entspannt in der Sonne und genoss die Wärme.

Tierrechtler beklagen immer, dass die Raubkatzen an den Gittern auf und ab laufen und bezeichnen dies als Verhaltensstörung. Dies ist jedoch falsch! Raubkatzen patrouillieren immer an ihren Reviergrenzen entlang – ein natürliches Verhalten, was auch in der Wildnis zu sehen ist.

Leider fehlt es den Tierrechtlern an nötiger Sachkenntnis, sodass gerne einmal Verhaltensweisen falsch gedeutet werden.

Die Raubtiernummer enthält nur Tricks, die in der Natur der Tiger und Löwen liegen, es handelt sich um natürliche Bewegungsabläufe. Bei seinem Auftritt ist der freundschaftliche, auf Vertrauen basierende Umgang von Tom Dieck jr. Mit seinen Tieren ersichtlich.

 

 

Seelöwen:

Die Seelöwen haben ein großes Wasserbecken, das zum Schwimmen und Spielen einlädt.

Sie machen einen verspielten und neugierigen Eindruck. Als Rückzugsort steht ihnen ein Wagen zur Verfügung.

 

Elefanten:

Die drei Elefantenkühe haben mich am Meisten beeindruckt. Neben einem großen Stallzelt haben sie 2 angrenzende Freilaufflächen zur Verfügung. Sie können sich jederzeit von den Besuchern zurückziehen, das Zelt ist vom Publikumsverkehr abgeschottet. Zwei der Elefanten waren sehr menschenbezogen und freundlich. Sie standen, nur durch einen dünnen Stromzaun getrennt, vor mir, ließen sich streicheln und legten immer wieder ihren Rüssel um mich. Neugierig erforschten sie meinen Rucksack. Auch ihnen steht frisches Wasser zur Verfügung, außerdem werden sie neben ausreichend Heu auch mit frischem Obst und Gemüse gefüttert.

Die Arbeit mit ihnen basiert auf verschiedenen Zeichen und Kommandos, sie hören genau auf ihre Namen. Es findet kein Zwang statt, die Tiere machen einen zufriedenen Eindruck, keinesfalls ängstlich oder scheu. Ihren Auftritt kann ich nur als sehr gut beurteilen – beruhend auf gegenseitigem Vertrauen zwischen Trainer und Elefanten.

 

Es gibt im Zirkus Charles Knie keine vergitterten Ställe – alle Gehegebegrenzungen sind Stromzäune, wie sie auch bei Pferdeweiden verwendet werden. Lediglich die Raubkatzen haben eine für sie geeignete Gehegebegrenzung.

 

Die Mitarbeiter erlebte ich als sehr freundlich, aufgeschlossen und hilfsbereit. Sie lieben ihre Tiere und ihre Arbeit – und es besteht kein Zweifel daran, dass dieses Unternehmen jegliche Unterstützung verdient hat!

 

Zum Thema Tierrechtler:

Auch in Oldenburg standen selbsternannte Tierrechtler vor dem Zirkusgelände und haben Flyer von PETA verteilt, um die Besucher über angebliche Tierquälerei aufzuklären. Dies ist als Rufmord und Geschäftsschädigung anzusehen und beruht nicht auf der Wahrheit!

Zudem empfand ich diese Leute als aufdringlich und traue ihnen durchaus auch Gewalt zu!

Eine Diskussion war nicht möglich, denn eine andere Meinung als ihre zählt nicht. Als ich mich von ihnen abwenden wollte, wurde ich bedrängt, es wurde versucht mich zum Ansehen eines „Beweisvideos“ zu zwingen, sodass ich den Arm einer Tierrechtlerin abwehren musste.

Diese Vorgehensweise ist unseriös und intolerant.

 

Wenn Sie verschiedenste Tiere hautnah erleben wollen, wenn Sie spannende Artistik und liebevolle, zwanglose Tierdressuren sehen wollen – dann besuchen Sie den Zirkus Charles Knie!

Und ignorieren Sie die selbsternannten Tierrechtler einfach.

 

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